Neues im April

Liebe Mitglieder und Freunde der Stadttauben Schweiz

Bereits ist wieder viel Zeit seit dem letzten Newsletter verstrichen, Zeit in welcher sich unser Verein unermüdlich für die Besserstellung der Stadttauben eingesetzt hat und weiterhin mit voller Kraft einsetzt.

Wir möchten Ihnen einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand unserer bisherigen Tätigkeiten, von erreichten Zielsetzungen und weiteren Meilensteinen, die wir mit grossem Engagement anstreben, in Kenntnis setzen.

Vielerorts gelten die Tauben nach wie vor als Schädlinge, welche ausgerottet gehören und mit rüdesten Mitteln unerbittlich bekämpft werden. Städte und Gemeinden werden mit Fütterungsverboten belegt, und die meisten Medien werden nicht müde, kritiklos die Meinung der fehlinformierten sogenannten «Experten» und davon profitierenden Schädlingsbekämpfungsfirmenlobby zu übernehmen. Taubengegner taxieren den Ruf nach artgerechter Fütterung und betreuter Taubenschläge mit Geburtenkontrolle als tierfeindlich, ohne auszuzühren, wieso und warum. Es gibt Stimmen, die wider besseren Wissens Tauben als Käfer- und Würmerfresser bezeichnen. Das Gegenteil ist der Fall: Tauben fressen kein Fleisch.

Es ist bezeichnend, dass ebenfalls kantonale Wildhüter und Veterinärämter verschiedenster Kantone in diese Kerbe hauen und damit Behörden und Bürgerinnen und Bürger negativ beeinflussen.

Ein Ziel, das wir erreicht haben, ist die Editierung und Verteilung eines neuen Flyers sowie die Fertigstellung unserer Webseite. Mit dieser Plattform hoffen wir auf die Verbreitung von sachgerechter Information, sowie eine Bewusstseinsförderung im Umgang mit Tieren im allgemeinen und den Tauben im Besonderen zu schaffen und möglichst die Herzen vieler Menschen zu erreichen und zu sensibilisieren.

Bitte helfen Sie mit, unsere Webseite (https://www.stadttauben.ch) einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Nur so können wir diesen Fake News entgegenwirken und hoffentlich in naher Zukunft Paroli bieten.

Den Versand des angekündigten Fragenkatalogs an Schweizer Stadtbehörden, dessen Beantwortung uns einen ersten Überblick über bereits angewendete Tauben-Managementanstrengungen vermitteln könnte, haben wir infolge des momentanen Lockdowns verschoben, da sich die Empfänger wohl zurzeit mit andern Problemen zu beschäftigen haben. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Sobald sich die Lage wieder einigermassen beruhigt, werden wir hier sofort nachhaken. Trotz dieser Flut an weit verbreiteter Fehlinformation, instrumentalisiert durch die Medien, die ohne seriöse Recherche diese Fehlinformationen eins zu eins weiterverbreiten, bleibt unsere stete und unermüdliche Überzeugungsarbeit nicht wirkungslos; viele besorgte Bürgerinnen und Bürger wurden besonders in diesen Tagen und Wochen auf das Leid verhungernder Tauben aufmerksam. Aus aktuellem Anlass, der Covid-19 Pandemie, werden wir mit Mailanfragen von besorgten Tierfreunden überrollt, und wir kommen kaum dazu, diese tägliche Flut an Schriftlichkeiten fristgerecht zu beantworten.

Die unhaltbare Futtersituation der Stadttauben hat uns bewogen, eine Schnellhilfe für die Tauben, die im Zuge des Lockdowns vom Abfall der Passanten und oft einzigen, wenn auch falschen Ernährungsquelle abgeschnitten sind, bei mittlerweile 46 Tierschutzorganisationen anzufordern. Selbstverständlich sind wir über jegliche anderweitige Hilfeleistung von Tierschützerinnen und Tierschützern zur Linderung des stillen Leidens unserer so ungeliebten Stadttauben sehr dankbarbar und offen. Das könnte zum Beispiel ein Spendenbeitrag für Futterbeschaffung oder das Errichten von Taubenschlägen sein. In der Hoffnung, dass wir mit diesem kurzen Überblick in unseren Alltag und mit der Aktualisierung unserer Aktivitäten, im Bestreben das Leid der Stadttauben zu lindern und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung zu fordern, beitragen können, wünschen wir Ihnen allen in diesen schwierigen Zeiten weiterhin gute Gesundheit und Wohlergehen.

Vorstand Stadttauben Schweiz
April 2020